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Schaukelpferd im Kinderzimmer

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Wer eine Umfrage unter Leuten über 30 Jahren startet, an welche Einrichtungobjekte aus dem ehemaligen Kinderzimmer man sich am besten erinnern kann, so steht zu Beginn der Aufzählung häufig das Schaukelpferd.

Wer eine typische Dekoration von Kinderzimmern aus den ersten sechs Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts (und früher) rekonstruieren soll, kommt an einem Schaukelpferd schwerlich vorbei. Das Prinzip war immer das Gleiche: ein gezimmertes Holzpferd wird mit den 4 Beinen auf zwei gebogene Kulzkufen montiert, so es daß bei Wippbewegungen mitschwingt. Heute sind diese Pferde vorwiegend als Deko im Einsatz bzw. finden sich in abgeänderter Form auch auf modernen Kinderspielplätzen.

Historie Schaukelpferd

Die Entwicklung des Schaukelpferdes läßt sich Mitte des 17.Jahrhunderts in Nordamerika lokalisieren. Vorher wurden Holzpferde in Europa auf Räder montiert oder in immobiler Variante gefertigt. Teilweise wurden auch Schlittenkufen verwendet, wodurch es auch zum Winterspielzeug wurde. Das Spielzeugprinzip läßt sich bis in die Antike verfolgen, evtl. auch als Teil einer Art militärischen Früherziehung.

Heutige Schaukelpferde

Nur in wenigen Kinderzimmern kann man noch die klassischen Schaukelpferde finden. Jedoch lebt das Grundprinzip bis heute auf vielen Kinderspielplätzen weiter. Allerdings wird die Sitzfläche nicht mehr auf Kufen montiert, sondern auf Federspiralen, die die auftretenden Kräfte besser umsetzen können und nicht so anfällig für Beschädigungen sind. Mittlerweile sitzt man auch nicht mehr auf Pferden, sondern auf allerlei anderem Getier, Fantasiewesen und auch nachgebauten Fortbewegungsmittel.
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