Spardosen oder Sparbüchsen sind für viele Liebhaber überaus begehrte und beliebte Sammlerobjekte. Viele, die in
ihren Jugendjahren das mühevoll ersparte Kleingeld jeden Abend abzählten und unter lautem Geklimpere, verbinden damit
wohltuende Erinnerungen an die eigene Kindheit.
Im Allgemeinen werden Sparbüchsen aus Metall gefertigt, wohingegen
Spardosen eher als Überbegriff zu betrachten ist.
Das Sparschwein - der Spardosen Klassiker
Der bekannteste Vertreter unter den Spardosen ist das hinlänglich vertraute Sparschwein. Mit einem schalen Schlitz am
Rücken wird es gefüttert und hat im besten Falle am Bauch einen Stöpsel, der geöffnet werden kann und das Entleeren erlaubt. Aus
pädagogischen Gründen wurde in früheren Jahren der Stöpsel am Sparschwein weggelassen ... das Schwein mußte mittels
Hammerschlag zerstört werden und die Mißetat konnte nur schwer vor den Eltern versteckt werden.
Sparbüchsen der Geschichte
Bereits die alten Griechen nutzen metallerne und abschliebare Behältniss aus Metall als Sparbüchsen für Tempelspenden.
Die "Thesauros" wurden im Eingangsbereich der Tempel angebracht, der moderne Begriff Tresor leitet sich davon ab. Über
die Zeiten hinweg verblieb die Sparbüchse eher die Sache von Klerikern, Patriziern und Aristrokraten. Die übrige Bevölkerung
konnte sich das Sparen schlichtweg nicht leisten. Erst als der Umgang mit Geld, und die daraus resultierende Vermittlung
des Geldwertes an Kinder, einer breiteren Bevölkerungschicht (die nun auch als Marktzielgruppe in Frage kam)
zugänglich wurde, fand die Spardose eine große Verbreitung. Als Werbeobjekte für verschieden Bankinstitute sind
Spardosen, Sparschweine und Sparbüchsen nach wie vor stark vertreten und beliebt.